Jugendleseclub



Lesen eröffnet fremde Welten:

dramatische Schicksale anderer Menschen, die Gedanken und Gefühle von Helden, Abenteuer in fernen Ländern, im Weltraum, unter Wasser ... Lesend kannst du überall hinreisen.

 

Wenn wir uns treffen, werden Bücher und Geschichten lebendig:

 

  • Wir lesen, erzählen, hören, schreiben, diskutieren, gehen ins Theater, schauen Filme…
  • Wir lesen an besonderen Orten: im Park, am Fluss, beim Stockbrot-Grillen am Feuer…
  • Wir proben für eine szenische Lesung und führen sie auf.
  • Wir tauschen uns über neue, aktuelle Bücher aus.
  • … und manchmal genießen wir, was wir (z.B. nach Kochbüchern) selbst gekocht haben ;-)

Mach mit im Leseclub! Ab 12 Jahren

Begeisterte Leser_innen sind ebenso willkommen wie Jugendliche, die es werden wollen. Bei Bedarf können die Kosten der S-Bahn übernommen werden.

 

Du willst dich näher informieren?

Schreibe eine Mail an vera.meister(at)werkraum-schoepflin.de oder rufe uns an: Ulrike Schlegel, Tel. 07621-1613892

 

 

Das Mädchen Wadja

Ein literarischer Ausflug nach Saudi-Arabien

 

Zwei Tage lang war die Geschichte des Mädchens Wadjda Thema eines Ferienleseclubs.

 

2. und 3. März 2017 I Jugendleseclub & Ulrike Schlegel I Admire Zuberi & Dr. Gudrun Schubert  I Elf Kinder und Jugendliche aus Lörrach und Umgebung I  

 

Die elfjährige Wadjda aus Riad wünscht sich nichts sehnlicher als das grüne Fahrrad aus dem Laden um die Ecke. Doch die strengen Regeln ihres Landes verbieten Mädchen das Fahrradfahren. Wadjda ent­deckt: Wie die Vögel fliegen Abdullah und seine Freunde auf ihren Rädern durch die Stadt. Warum sollen nur Jungen Fahrrad fahren dürfen? Sie fasst den festen Entschluss: „Ich werde auch eins haben!“

 

Die Kinder und Jugendlichen des Ferienleseclubs lernten das Buch „Das Mädchen Wadjda“  in Auszügen kennen. Sie tauchten in die fremde Welt Saudi-Arabiens ein und erlebten Wadjda und Abdullah – und zwar sehr lebendig durch kleine szenische Lesungen der Literanautinnen des Jugendleseclub. Sie versetzten sich in Wadjda und Abdullah, und nebenbei erfuhren sie einiges über die Regeln, die deren Leben in Saudi-Arabien prägen: Mädchen und Jungen wachsen getrennt auf, sollen keinen Kontakt miteinander haben und es gibt strenge Kleidervorschriften für Mädchen. Das wirft Fragen auf - am Ende des ersten Tages wurden diese gesammelt: Warum dürfen nur die Männer Auto-  oder Fahrradfahren? Warum tragen die Frauen Kopftücher? Was soll der Schleier verbergen?

In einer spannen­den Informations- und Fragerunde mit der Islamwissenschaftlerin Dr. Gudrun Schubert diskutierte die Gruppe am zweiten Tag über das Leben von Mädchen und  Jungen in dem arabischen Land. Sie überlegten: Was wäre, wenn Wadjda in Deutschland leben würde? Sie wäre erstaunt über die Autos mit Frauen am Steuerrad und die Frauen und Mädchen auf Fahrrädern!

 

Zum Schluss sahen alle den Film „Das Mädchen Wadjda“, und wer mochte, konnte sich gleich nach dem Ferienleseclub ans Lesen machen: Alle Teilnehmer*innen erhielten das Buch als Geschenk. Darüber freuten sie sich: „Ich fand cool, dass ich das Buch bekommen habe und dass ich viel dazugelernt habe“, meinte Bartosz, und Jaden ergänzte: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem die Runde, als wir viel diskutiert haben.“

Am Schluss waren sich die fünf Literanautinnen einig über die positive Erfahrung, mit Gleichaltrigen über Bücher zu sprechen: „Es war schön, wie wir zusammen waren und etwas Neues gemacht haben.“ -  „Es gefällt mir, über ein Buch etwas zu erzählen und vorzulesen.“

 

In Kooperation mit dem SAK Lörrach, dem Arbeitskreis Jugendliteratur e. V. München und Baobab Books Basel.

 

Presse zum Ferienleseclub:

Ferienleseclub weckt Neugier (veröffentlicht am Sa, 04. März 2017 auf badische-zeitung.de)

 

 

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Träumen von der Zukunft:  

Schreibprojekt „Ich wünschte“

Es gibt viele Dinge, die ich mir wünschen kann ... Etwas, das ich kaufen kann. Etwas, das ich erreichen kann, wenn ich mich anstrenge. Wie will ich sein? Was will ich erleben? Wie soll das Land sein, in dem ich lebe? fragten sich die Jugendlichen des Leseclubs und schrieben Texte über ihre Wünsche an das Leben.

 

Einige Auszüge:

 

Ich wünschte, ich wäre eine gute Ärztin

Meine Familie ist vor sieben Jahren aus Afghanistan geflüchtet.

Seit vier Jahren lebe ich jetzt in Deutschland.

Ich wünschte, ich könnte wissen,

dass ich hier in Deutschland bleiben kann.

Wenn ich darf, möchte ich eine Ärztin werden,

damit ich Menschen helfen kann, sie glücklich machen kann.

 

Ich wünschte, ich wäre eine Archäologin

Ich würde Schätze ausgraben, die sehr wertvoll und alt sind.

Ich hätte einen kleinen Hund, der immer jaulen würde, wenn ich etwas finde.

(…) Und was ich sehr wichtig finde, ich wünschte,

dass es nie wieder Krieg oder Bombenanschläge gäbe.

 

Ich wünschte, ich könnte in der Türkei UND in Deutschland leben

Dann würde ich nur eine Tür aufmachen und ich wäre von Deutschland gleich in der Türkei. Ich würde nämlich jeden Tag meine Familie in Deutschland besuchen und jeden Tag meine Tante in der Türkei. Ich ginge dann vormittags in Deutschland in die Schule und am Nachmittag, in meiner Freizeit, in die Türkei.

 

Ich wünschte, ich lebte mit meinen Freundinnen auf einer Insel

Wir wären immer zusammen unterwegs.

(…) Wir hätten immer Spaß und wären lustig.

Aber es gäbe auf der Insel auch einen Platz für mich alleine!

Denn immer wenn ich viel mit meinen Freunden mache,

brauche ich zwischendurch auch Abstand.

Kinder und Jugendliche sprechen über ihre Träume

Kinderbuchmesse Lörracher LeseLust 2016

In einem Literaturprojekt schrieben Lörracher Kinder und Jugendliche darüber, welche Wünsche sie mit ihrer Zukunft verbinden, welche Träume und Hoffnungen. Auf der Kinderbuchmesse präsentierten einige von ihnen ihre eigenen Entwürfe, darunter auch Jugendliche des Leseclubs.

 

Hier klicken und den Bericht lesen!



Ausflug zur Frankfurter Buchmesse am 21. – 22. Oktober 2016



20. Oktober: Besuch der Buchmesse Frankfurt

·      Besuch von Verlagsständen Kinder- und Jugendliteratur

·      Besuch am Stand des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V. (Kennenlernen der Koordinatorin des Literanautenprojekts)

·      Besuch am Stand der Illustratorenvereinigung 

·      Teilnahme an der Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2016

 

21. Oktober: Führung im Schloss Erbach/Odw. : „Einmal Prinzessin sein“ mit festlicher Kaffeetafel

 

 

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Leseclub-Aktion zur "Woche der Begegnung 2016": Ein Koffer voller Wörter



Einander kennen lernen und voneinander lernen war das Motto des Jugendleseclubs in der Lörracher Woche der Begegnung. Fünf Jugendliche des Leseclubs und acht junge Geflüchtete im Alter von 8 bis 12 Jahren – alle aus der Gemeinschaftsunterkunft in Brombach – verbrachten im Werkraum Schöpflin einen Nachmittag miteinander. Zu Beginn zeigten die jungen Flüchtlinge auf einer Weltkarte ihre Heimatländer: Syrien, Irak, Mazedonien und Albanien. Bunte Gegenstände und Bilder hingen von einer Leine und die neu Angekommenen mussten nach deutschen Wörtern suchen, die sie schon kennen. Mit einem Koffer voller Wort-Bild-Karten startete danach die internationale „Wörterschule“: Wie heißt das auf Deutsch, wie spricht man es? Was kann man essen, was macht Geräusche, was kann sich bewegen? Wie klingt das arabische Wort dafür? Und wie schreibt man das? Freudig kamen die jungen Flüchtlinge den Fragen nach und die Leseclubmitglieder zeigten sich als gute Sprachlehrerinnen. Auf das Ergebnis können alle stolz sein: Viele Wortkarten sind nun mit arabischen Schriftzeichen ergänzt, neu Angekommene wie Einheimische hatten Spaß bei den Spielen und Sprachversuchen und einige kamen einander näher und möchten sich unbedingt wieder treffen.

Ulli und Vera, Leseclubbetreuerinnen

 

Mir hat der Nachmittag sehr viel Spaß gemacht und ich würde es gerne noch einmal durchführen.

Zahra

 

Mir hat gefallen, dass wir viel Spaß hatten. Und ich fand schön, dass F. mich gefragt hat, ob ich ihre beste Freundin sein will.

Nina

 

Mich hat überrascht, dass so viele Flüchtlinge gut deutsch konnten. Es war aber auch anstrengend. Immer wenn ich was sagen wollte haben die Jungens dazwischen geredet. Ich konnte mich aber ein bisschen durchsetzen!

Ayla

 

Ich fand schön, dass ich die Flüchtlinge kennen gelernt habe. Dass F. gesagt hat, dass ihre Schwester auf der Flucht gestorben ist, hat mich betroffen gemacht

Aleyna

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Leseclubs des Werkraums Schöpflin

 

Gemeinsam lesen

Die Leseclubs stärken die Lesefähigkeit, verknüpft mit der Förderung der Lesemotivation und der Vermittlung literarischer Bildung. Durch die gemeinsamen Nachmittage können die Kinder und Jugendlichen erfahren, dass die Mühe des Lesens lohnt und zu attraktiven Inhalten und Aktivitäten führt.